Wandern an der Algarve mit Ricarda
Der schmale Weg zieht sich in mehreren Windungen den Hang hinauf. Die Gruppe steigt leicht schnaufend den dicht bewachsenen Hügel hoch und hat kaum einen Blick für die Blumenpracht links und rechts des Weges. Nach wenigen Minuten ist die Spitze des Hügels erreicht, und den Wanderern aus dem Bergischen Land bleibt der Atem stocken. Ein leichter Morgennebel wabert noch über dem türkisen Meer, über dem sich eine blassgoldene Sonne gerade anschickt, strahlende Helligkeit und wohlige Wärme zu entfalten. Die Sandsteinfelsen inhalieren das Licht und strahlen es dem Betrachter in vielen Farben zurück. Die Wanderer können sich kaum losreißen von diesem zauberhaften Anblick. Es ist viel stiller als sonst, das kontinuierliche Geschnatter ist verstummt. Selbst die Fotografen vergessen einen Augenblick auf den Auslöser ihrer digitalen Kameras zu drücken, um den Augenblick zu bannen und wieder ein Bild für die Nachbereitung der Wanderstudienreise der Volkshochschule Bergisch Gladbach auf dem Chip zu haben.
Diese ist mit 25 Personen seit einer Woche vom Standort Lagos aus unterwegs, um die westliche Algarve zu erkunden, nachdem die östliche Algarve bereits vor 2 Jahren das Reiseziel der Gruppe war. Standen bei dieser Reise mit Standort in Tavira Wanderungen durch die Dünenlandschaft der Ria Formosa, an den Sandstränden rund um Faro, durch die Hügel am Guadiana Fluss sowie durch die noch weitgehend unberührte Mittelgebirgslandschaft der Serra de Caldeirao im Mittelpunkt. So faszinieren diesmal die vielfältigen Wanderungen in der zerklüfteten Küstenlandschaft zwischen Lagos und Sagres sowie stimmungsvolle Wanderungen durch die Korkeichenwälder in Monchiquegebirge, die Obst- und Gemüseplantagen rund um Silves sowie der steinigen Welt des Rocha da Pena bei Alte.
Das abwechslungsreiche Programm hat Wanderführerin Ricarda zusammengestellt, die nicht nur alle Wanderungen entweder selbst ausgekundschaftet oder zumindest mehrfach vorgelaufen ist und dem Profil der Gruppe meisterlich angepasst hat, sondern auch sich Bestnoten mit ihrem Wissen über Flora und Fauna und dem Aussuchen landestypischer Restaurants für die Mittagspause verdient, ganz zu schweigen davon, dass sie als gebürtige Deutsche nach kurzer Zeit fließend in der Landessprache parliert und damit auch den Kontakt zu den Einheimischen ermöglicht. Die in der Regel 3 – 4 stündigen täglichen leichten bis mittleren Wanderungen werden ergänzt durch die Besichtigung historischer und kunsthistorischer Sehenswürdigkeiten wie der Städte Lagos, Silves, Alvor und Sagres. Einen unbeschwerteren, erlebnisreicheren und fröhlicheren Urlaub kann man sich gar nicht vorstellen!








